Ausbildung

Der Dachdeckerberuf ist ein traditionsreiches Handwerk - abwechslungsreich, interessant und anspruchsvoll.

Der Dachdecker ist eine gefragte Fachkraft praktisch vom Keller bis zur Kirchturmspitze und sorgt mit seiner Arbeit für wind- und wetterfeste Gebäude. Neben den eigentlichen
Eindecken von Dächern umfasst das Aufgabengebiet des Dachdeckers den gesamten
Bereich der Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik. Ebenso gehört der Einbau von
Dachflächenfenstern und Solaranlagen zu seinem Tätigkeitsfeld.

Das Sprichwort "Das kannst du halten wie ein Dachdecker" kommt daher, dass sich früher kein Bauherr und Architekt auf das Dach getraut hat, um die Arbeit der Dachdecker zu kontrollieren. Sie konnten so arbeiten wie sie wollten.

Die Dauer der Ausbildung beträgt in der Regel drei Jahre. Voraussetzung ( nicht zwingend erforderlich! ) ist ein Haupt- oderr Realschulabschluss.

Der Dachdeckerberuf

Der Auszubildende sollt handwerklich begabt sein und keine Höhnenangst haben. Außerdem wird eine gute körperliche Konstitution vorausgesetzt.
Berufsbild Dachdecker/in Tätigkeit:

Dachdecker/innen errichten Dächer, bekleiden Aussenwände zur Wärmedämmung und dichten Dach-, Wand- und Bodenflächen an Bauwerken ab. Darüber hinaus warten und reparieren sie Dächer und Fassadenbekleidungen und setzen sie instand.

Ausbildungsberuf:
Dachdecker/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung (HwO).
Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung mit Fachrichtungen findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufschule statt.
Im 3. Ausbildungsjahr erfolgt eine Spezialisierung in einer der folgenden Fachrichtungen: Dachdecker/Dachdeckerin Fachrichtung Dach-, wand- und Abdichtungstechnik oder Dachdecker/Dachdeckerin Fachrichtung Reetdach Technik.
Bildungszentrum BGZ Simmerath Handwerker Aachen

Überbetriebliche Unterweisungslehrgänge für Dachdecker-Azubis
des Dachdeckerverbandes Nordrhein

Die Ausbildung erfolgt nach dem Ausbildungsrahmenplan in seiner letzten Neufassung von 1999.

Die Dauer der Lehrgänge des ersten Lehrjahres beträgt 8 Wochen.
Für das zweite und dritte Lehrjahr dauert die ÜLU jeweils 3 Wochen.

Die überbetriebliche Ausbildung wird im Bildungszentrum BGZ Simmerath für alle Innungen durchgeführt,
deren Lehrlinge an den Berufsschulstandorten Köln, Solingen, Eschweiler, Euskirchen, Hennef und Gummersbach
beschult werden.
Die gesamte Überbetriebliche Ausbildung ist im Ausbildungsrahmenplan der Ausbildungsordnung
der Dachdecker festgehalten.
Die Inhalte werden den Lehrlingen in verschiedenen Lehrgängen vermittelt.

Die Umsetzung der Lehrgänge ist in grundsätzlichen Elementen zwischen dem Bildungszentrum und den
Berufskollegs abgestimmt, so dass diese Lernorte einander sinnvoll ergänzen und unterstützen können.

Die jeweiligen Übungsstücke sind auf der Grundlage dieser inhaltlichen Verabredungen konzipiert.

Unter den nachfolgenden Stichpunkten erhalten Sie einen Einblick in die Praxis der überbetrieblichen Ausbildung
im BGZ Simmerath:

1. Ausbildungsjahr
- Einrichten einer Baustelle
- Decken eines geneigten Daches
- Mauern einer einschaligen Wand
- Grundfertigkeiten Be- und Verarbeitung von Metall
- Herstellen von Holzverbindungen
- Bekleiden einer Außenwand
- Herstellen einer Bauwerksabdichtung

2. Ausbildungsjahr
- Herstellen einer Holzdachkonstruktion
- Decken eines Steildaches mit Schiefer, Faserzementplatten und Schindeln
- Schichtenaufbau von belüfteten und nichtbelüfteten Dächern (Flachdach)
- Herstellen einer Bauwerksabdichtung

3. Ausbildungsjahr
- Ausbilden von Details bei Dachziegel- und Dachsteindeckungen
- Ausbilden von Details bei Schiefer-, Faserzementplatten- und Schindeldeckungen
- Ausführen von Metalldeckungen, Ableiten von Oberflächenwasser
- Errichten von Blitzschutzanlagen und Einbauen von Energieumsetzern
- Warten und Reparieren eines Daches
- Bekleiden einer Außenwand

Sonderlehrgänge
Weitere Angebote der überbetrieblichen Ausbildung der Dachdecker im Zentrum stellen Schulungen und Seminare dar,
die außerhalb des ÜLU-Rahmenlehrplanes liegen, jedoch für die Praxis des Ausbildungsberufes von Bedeutung sind.
Diese Seminare nehmen einen geringeren zeitlichen Anteil ein, sind mit den Innungen erarbeitet und abgestimmt
und bewegen sich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zur Berufsausbildung zum Dachdecker.
Hier sind z.B. die Sturmsicherung nach DIN 1055 bei geneigten Dächern, die mit Platten,
Ziegeln oder Dachsteinen eingedeckt sind, und der fachgerechte Einbau von Dachflächenfenstern
nach dem neuesten Stand der Technik in Bezug auf die Energieeinsparverordnung zu erwähnen.

Das Handwerk

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